DGfSM 2017-09-20T07:00:14+00:00

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Aufgaben und Ziele der Gesellschaft

Das Seniorenrecht gehört zu den noch fast unentdeckten Rechtsgebieten trotz einer immer größer werdenden Zahl an Senioren (60+), die bis zum Jahr 2050 1/3 der Bevölkerung ausmachen werden und schon heute 2/5 des privaten Geldvermögens besitzen.

Dass mit der unausweichlich kommenden demographischen Entwicklung die Zahl der Senioren und damit auch die Menge der seniorenspezifischen Rechtsfragen zunehmen wird, ist nicht mehr bestritten. Neben den klassischen Feldern um die Vermögensnachfolge werden die vorsorgenden Beratungen über Regelungen zur Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erheblich zunehmen.

Fragen der sozialen Abfederung im Alter, die Fragen zur medizinischen Versorgung und Pflege bis hin zur Sterbebegleitung und deren Finanzierung werden auch rechtlich von enormer Bedeutung werden.

Die Wohnversorgung, betreutes Wohnen bis zur Heimeinweisung stellen neue rechtliche und finanzielle Fragen.

Der Übergang vom Erwerbsleben der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand, die vorgezogene Rente, der „Abfindungsurlaub“ oder aber das Gegenteil, die verlängerte Erwerbszeit, werden bei zunehmender wirtschaftlicher Anspannung verstärkt die Gerichte beschäftigen bzw. vertretbare rechtliche Gestaltungen einfordern.

Senioren tauchen immer öfter in der Kriminalitätsstatistik auf, eine Seniorenkriminalität wird erkennbar. Ihr „altersbedingtes“ – angeblich reduziertes – Verhalten im Straßenverkehr gerät ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Die finanzielle Alterssicherung vieler Menschen wird durch enttäuschte Erwartungen geprägt sein, wenn ein lebenslanges Arbeiten oder Ansparen den Unterhalt und/oder das Vermögen nicht mehr sichert. Die Verteilungsstreitigkeiten daraus werden zunehmen.

Sozialrechtliche Streitigkeiten über Leistungsgewährungen oder Versagungen, Elternunterhalt und Regressansprüche gegen Unterhaltspflichtige nehmen schon jetzt deutlich zu.

Für die große Gruppe der (sehr) vermögenden Senioren sind demgegenüber besondere Nachfolgeregelungen – mit oder ohne Kinder – anzubieten. Die Übertragung des Vermögens für wohltätige Zwecke wird zum Wunsch werden, besonders für die große Zahl der kinderlosen Senioren.

Stiftungen werden daher – nach amerikanischem Vorbild – das soziale Umfeld in Deutschland stärker als bislang mitbestimmen.

Die Rechtsgebiete und Rechtsfragen, in denen sich die Erwartungen und Ansprüche der Senioren wiederfinden, sind fachlich übergreifend und reichen vom klassischen Arbeitsrecht bis zur Zwangsernährung im Heim. Dabei ist medizinisches und soziales Interesse, sowie eine gewisse Grundausbildung in diesen Bereichen, von den im „Recht der Senioren“ spezialisierten Juristen zu fordern.

Die medizinischen Grundbegriffe müssen den Juristen dafür vermittelt werden.

Aber auch Krankenhäuser, Heime, Mediziner, Betreuer & Pfleger müssen sich verstärkt mit den Rechten Ihrer Patienten befassen, sie müssen erkennen, dass Medizin, Pflege und Betreuung dem Recht des Menschen auf seine Würde unbedingt verpflichtet sind, bis hin zum Tode.Den Handelnden im medizinischen Bereicht müssen dazu Grundlagen an die Hand gegeben werden, wie sie im Falle eines geschäftsunfähigen Patienten mit der Betreuung, der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung umgehen.Die aktuelle Reform zum Betreuungsrecht und der Patientenverfügung hat die Verantwortungen der Beteiligten insoweit neu geregelt. Das Recht der Senioren und die Behandlungsethik der Medizin scheinen hier oftmals im Widerspruch zu stehen, womit sich ganz neue Rechtsfragen für Juristen aber besonders auch für Mediziner stellen.

In dieser Situation gründeten wir die

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