Pressenotiz: Senioren im Straßenverkehr – mobil bis ins hohe Alter !?

Senioren im Straßenverkehr – mobil bis ins hohe Alter !?

Was müssen wir tun?

Wie der Vorstand der DGfSM jetzt der Presse mitteilt, wird sich die

„Deutsche Gesellschaft für Seniorenrecht und –medizin e.V“. im kommenden Frühjahr mit diesem drängenden Thema umfassend beschäftigen und dazu Seniorenvertreter und -berater einladen.

In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen wird es eine Veranstaltung geben, in der alle Bereiche der Verkehrsmobilität für Senioren im hohen Alter angesprochen werden.

Herr PHK Dirk Brandau – Direktion Verkehrssicherheit der Polizei Mittelhessen – sagt dazu:

„Die Mobilitätssicherung und die Verkehrssicherheit älterer Verkehrsteilnehmer erlangt aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Sind gegenwärtig noch ca. 1/5 der Menschen 65 Jahre alt oder älter, werden bis zum Jahr 2050 ca. 1/3 der Generation 65Plus angehören.

Menschen, die älter werden, machen viele charakteristische Erfahrungen. Sie können mit vielen Lebenssituationen besser umgehen als früher und verfügen über mehr und spezielleres Wissen als in jungen Jahren sowie einen Erfahrungsschatz, den sie für sich und andere Menschen nutzen können. Das gilt auch für die Teilnahme am Straßenverkehr. Bedingt durch den Anstieg der Bevölkerungsgruppe der Generation 65Plus wird auch der Anteil älterer Menschen, die aktiv und in allen Verkehrsarten am Straßenverkehr teilnehmen, deutlich ansteigen.

In Hinsicht auf den Motorisierungsgrad sowie den Besitz von Fahrerlaubnissen ist dieser Trend verstärkt feststellbar. Es ist davon auszugehen, dass die jüngeren Jahrgänge der Generation 65Plus schon heute über einen Motorisierungsgrad von annähernd 90 % verfügen, da sie ihre Führerscheine bereits allesamt in jungen Jahren erworben haben und im Alter nicht auf die gewohnten Vorzüge des Automobils verzichten möchten.

Der Einsatzschwerpunkt des Automobils wird bei der Generation 65Plus eindeutig in der Freizeit liegen. Den gewünschten Komfort sowie die benötigte Unabhängigkeit und Flexibilität kann aus deren Sicht kein anderes Verkehrsmittel bieten. Insbesondere die Bündelung von Einkaufsmöglichkeiten in großen Supermärkten und die Zentralisierung von ärztlicher Versorgung fordern eine höhere Mobilität ein, als sie noch vor Jahren nötig war, um die Bedürfnisse des täglichen Lebens zu decken“.

Herr Rechtsanwalt Klaus Ruppert aus Bad Nauheim, Präsident der DGfSM, weist ergänzend darauf hin, dass gerade in ländlichen Regionen die erforderliche Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln oftmals nicht zu erreichen ist, da diese nicht in erforderlichem Umfang zur Verfügung stehen.

Die Möglichkeit, noch mit einem Kraftfahrzeug Einkäufe und Besuche bei Ärzten und Fahrten zu Veranstaltungen erledigen zu können, ist ein wichtiger Bestandteil des eigenen Selbstverständnisses, gerade auch für Senioren.

Hier können z.B. auch örtliche Bürgerorganisationen mit eigenen Fahrdiensten wesentliche Beiträge leisten. Erste Beispiele dafür gibt es schon.

Die etwa 3-stündige Informationsveranstaltung wird den eingeladenen Seniorenberatern vielfältige Einblicke geben, die diese dann vor Ort als Hinweise und Anregungen weitergeben, so die Hoffnung der Veranstalter.

Die „Autohaus Marnet GmbH & Co. KG Bad Nauheim“ konnte als Ausrichter und Veranstaltungsort gewonnen werden, wofür die DGfSM besonders dankbar sei, wie Herr Ruppert der Presse erklärte.

Die Themen der ca. drei-stündigen Veranstaltung :

1. Verkehrsmedizin

Der Verkehrsmediziner Joachim Griese wird zum Thema „Typische Altersveränderungen und ihre Einwirkungen auf den Autofahrer“ referieren. Die Möglichkeiten der Medizin, der Vorsorge und der Therapie zur Erhaltung der Fahrtauglichkeit werden angesprochen.

2. Recht

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Romanus Schlemm (Anwaltshaus Bad Nauheim), referiert als Leiter der „AG Senioren“ in der DGfSM.

Er stellt, bedingt durch seine berufliche Tätigkeit, fest, dass bei bestimmten Delikten im Straßenverkehr zunehmend ältere Verkehrsteilenehmer auffällig werden. Einerseits, so Schlemm, fehlt es noch an der Aufklärung für diese Verkehrsteilnehmer, welche Folgen ihr oft unbedachtes Verhalten haben kann. Andererseits wird dann auch oft in die „Ausrede“ geflüchtet, statt offensiv mit den eigenen Defiziten etwa durch Tests oder Nachschulungen umzugehen, um den Führerschein zu erhalten. Die entsprechenden Regeln wird Herr Schlemm dazu vorstellen.

3. KFZ Technik

Die „Audi AG“ wird in der Veranstaltung durch ihren Projektleiter „Innovationsmanagement Produkt“ die Innovationen und Bemühungen der KFZ Hersteller für seniorengerechte Fahrzeuge darstellen; sei es bei der Nutzung (Ein- und Aussteigen und Beladen) oder im Fahrbetrieb, wo eine Fülle von elektronischen Helfern dem Autofahrer unterstützenden und entlastend zur Seite stehen.

Was sich besonders für Senioren eignet und was dazu noch zu erwarten sein wird, wird der Referent darlegen.

4.Technische Präsentation

In einer technischen Präsentation an realen Fahrzeugen werden den Teilnehmern sodann die heute schon möglichen technischen Hilfen für Fahrzeugnutzer präsentiert.

5. Vorsorgendes Fahrtraining

Der Repräsentant der Fahrschule Harff aus Rosbach wird die speziell für Senioren konzipierten Fahrschulangebote, z.B. zum vorsorglichen Fahrsicherheitstraining oder des begleiteten Fahrens für Senioren vorstellen. Damit besteht eine Möglichkeit für Senioren, ihre Fahrfähigkeit – ohne amtliche Kontrolle – selbst zu prüfen und zu verbessern, wovon leider, so der Fahrlehrer Norbert Harff, zu wenig gebraucht gemacht wird.

Informationsmaterial wird den Teilnehmern ebenso zur Verfügung gestellt, wie ein Snack in der Pause und Getränke während der Veranstaltung, die das Autohaus Marnet GmbH & Co.KG zur Verfügung stellt.

Diese Veranstaltung sei ein erster Schritt, so Ruppert, sich mit dem Thema der „Mobilität von Senioren“ auch in ländlichen Regionen zu nähern.

„Solange der ältere Mensch selbst ein Fahrzeug fahren kann, ist für ihn das Leben auch in schlecht versorgten ländlichen Gebieten gut möglich. Diese Fähigkeiten gelte es daher zu trainieren und zu erhalten und ihmmit seniorengerechten Fahrzeugen und entsprechender Fahrzeugtechnik Hilfen an die Seite zu stellen“, so der Präsident der DGfSM abschließend.

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Herr PHK Dirk Brandau

Polizeipräsidium Mittelhessen

Direktion Verkehrssicherheit der Polizei Mittelhessen /

Sonderdienste Geschäftsstelle „verkehrssicher-in-mittelhessen“

Karl-Glöckner-Straße 2
35394 Gießen

Tel: 0641 / 7006 3810

E-Mail: Aktion-Max.ppmh@polizei.hessen.de

By | 2019-03-13T17:23:14+00:00 November 4th, 2015|Allgemein, Presse|Kommentare deaktiviert für Pressenotiz: Senioren im Straßenverkehr – mobil bis ins hohe Alter !?

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