Sterbehilfe – zwischen Wunsch und Wirklichkeit!

Zu der Veranstaltung „Sterbehilfe – zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ hatte die DGfSM am 26.11. in die Stadthalle Friedberg eingeladen. In der gut besuchten
Veranstaltung referierten unter der sachkundigen Moderation von Rechtsanwalt Klaus O. Ruppert, dem Präsidenten der Gesellschaft, fünf Experten aus ihren jeweiligen Fachgebieten zu diesem Thema.


Der Wunsch, am Lebensende ohne unnötige Behandlung, ohne Schmerzen und in Würde zu sterben, sei der Wunsch aller Patienten, so der Moderator in seiner Einführung. Dass aber wirtschaftliche Interesse die Patienten oft zur „Handelsware“ werden lässt, offenbarte jedenfalls das Eingangsreferat von dem Diplom Pflegewirt Holk Kirschner, der anschaulich und als Inhaber einer Klinik die „Bewirtschaftung der Beatmungspatienten“ darstellte.


Frau Rechtsanwältin Benedik-Eßlinger, Friedberg, wies dazu in ihrem Beitrag auf die Bedeutung der Patientenverfügung hin, mittels deren die Behandlungswünsche von Patienten vorab verbindlich festgeschrieben werden können. Der Fachanwalt für Erbrecht Thomas Stein, Limburg, erklärte dazu die notwendigen Inhalte einer Vorsorgevollmacht, mittels der der Patient einen Vertreter in allen Lebenslagen und auch im Krankenhaus für anstehende Entscheidungen hat.


Frau Elke Görnt-Au, Dipl.-Pflegewirtin, als Vertreterin vom Hospizdienst Wetterau sprach in dem Zusammenhang die Bedeutung der Unterstützung der Familie eines Schwerstkranken an. Auch dies ist oft Hilfe für den Sterbenden, wenn dieser weiß, dass seine Familie Unterstützung und Beistand
erfährt. Frau Dr. Gloria Behrens verwies in ihrem Beitrag darauf, dass die Palliativversorgung die aktive, ganzheitliche Betreuung von Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung ist. Eine Sterbehilfe im hier angesprochenen Sinne finde nicht statt. Oft
ergeben sich, auch wenn Heilung nicht mehr möglich scheint, vielfältige Behandlungsansätze, um den Betroffenen ein Weiterleben unter für sie annehmbaren Bedingungen zu ermöglichen. Das Lindern von Leiden stehe dabei immer im Vordergrund.


Im Anschluss an die Referate konnte das Publikum seine Fragen an die Referenten stellen, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde.

By | 2018-12-19T14:11:33+00:00 Dezember 19th, 2018|Allgemein, Seniorenrecht, Sterbehilfe, Testament, Vorsorgevollmacht|Kommentare deaktiviert für Sterbehilfe – zwischen Wunsch und Wirklichkeit!

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